Im Vorfeld einer politischen Veranstaltung: "Ächtung, Intoleranz und Pressekritik"

9. April 2015
von Redaktion

ArchivbildHannover. Die AfD-Jungorganisation Junge Alternative Niedersachsen (JA) hat für Freitag, 10.04.2015, den Landessprecher der AfD Thüringen Björn Höcke nach Hannover in das Restaurant Bootshaus84 UG im Hause Deutscher Ruder-Club 1884 e.V. (DRC) eingeladen, der zum Thema 'Erfurter Resolution' sprechen wird. Das rief die Jusos (Jugendorganisation der SPD) auf den Plan, die versuchten, mit einem offenen Brief Einfluß auf den DRC zu nehmen und zur zeitgleichen Kundgebung vor dem Bootshaus aufrufen.

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Unter dem Bildmotto Jeder Quark braucht einen Trottel, der ihn auftischt wiesen die Jusos den DRC und den Clubrestaurantbetreiber per offenem Brief darauf hin, "dass Sie mit Herrn Höcke einem Politiker eine Bühne bieten, der überaus fragwürdige Ansichten vertritt, welche mit den von Ihnen und uns vertretenen Werten nicht vereinbar sind. Hiermit möchten wir Ihnen darlegen, warum man Björn Höcke und die AfD nicht hofieren sollte."

Sören Hauptstein, Landesvorsitzender der JA: "Als Reaktion auf diese Veranstaltung probieren die Jusos Niedersachsen, den Gastwirt, in dessen Räumlichkeiten die Veranstaltung stattfinden wird, mit einem offenen Brief einzuschüchtern."

Im Aufruf zur "Kundgebung: Die AfD zum Kentern bringen!" beziehen die Jusos klar Position: "Wir haben keinen Bock auf rechte Hetze, lassen uns mit Sicherheit nicht vorschreiben, wen wir wie zu lieben haben und heißen Geflüchtete willkommen. Uns geht es darum, dass sich die AfD nicht ungestört als „normale“ Partei, als wählbare „Alternative“ präsentieren kann, denn diese Partei ist national-konservativ und marktradikal. Mit ihren Forderungen bedient sie homophobes Wählerklientel und schürt immer wieder Vorurteile gegenüber gesellschaftlichen Minderheiten."

Die Junge Alternative kommentiert die Aktionen der Jusos als "Toleranz nach sozial„demokratischer“ Manier".

Auch der DRC hat Stellung genommen; er bedaure es sehr, dass parteipolitische Auseinandersetzungen auf dem Rücken seiner Mitglieder ausgetragen werden und im Rahmen des politischen Meinungsstreits Positionen bezogen oder propagiert werden, die diametral konträr zu den Anliegen und Zielen seiner Jugend- und Inklusionsarbeit stehen. Bedauerlich und kontraproduktiv sei dabei auch die Berichterstattung der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) vom 08.04.2015 in diesem Zusammenhang: "Ohne jede Recherche im DRC oder Nachfrage beim DRC veröffentlicht die HAZ Pressemitteilungen politischer Organisationen mit darin enthaltenen unwahren Tatsachenbehauptungen und Unterstellungen und verstößt damit in flagranter Weise und auf billigste Art gegen Mindeststandards journalistischer Sorgfaltspflichten."
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Die Pressemeldung der JA Niedersachsen im Originaltext:

Jusos bedrohen Veranstaltung der JA Niedersachsen

Die Jusos Niedersachsen, vertreten durch ihren stellvertretenden Landesvorsitzenden Arne Zillmer, liefern einmal mehr den Beweis für das verkommene Demokratieverständnis, das in dem links-grünen Weltbild herrscht.

In einem offenen Brief (s. HIER) bedrohen diverse Vertreter der Jusos den Betreiber des Bootshauses 84, in welchem am Freitag eine Veranstaltung der JA Niedersachsen mit dem Sprecher der Thüringer AfD, Björn Höcke, stattfinden wird (s. HIER). In erschreckend deutlicher Art wird dem Betreiber des Restaurants nahegelegt, die JA wieder auszuladen, andernfalls würde man „dies selbst in die Hand nehmen“.

Dankenswerterweise wird dem geneigten Leser des Briefes von der Juso-Hilfspolizei auch gleich erklärt, warum die Veranstaltung abgesagt werden müsse. Zwar „respektiere“ man verschiedene Ansichten und Meinungen, dies gelte jedoch nicht für die AfD. Schließlich fische diese am rechten Rand.

Mit diesem Brief liefern uns die Jusos Anschauungsmaterial dafür, nach welchen Denkmustern in solchen Kreisen regelmäßig verfahren wird. Toleranz soll nur derjenige erfahren, der sich innerhalb des gestatteten Meinungskosmos bewegt, Meinungsfreiheit gilt nur, solange die Ansichten dem eigenen Weltbild entsprechen und nicht unbequem sind.

Die JA Niedersachsen verurteilt den neuerlichen Angriff der Jusos auf die Meinungsfreiheit. Besonders gefährlich ist es, dass gewisse Gruppen wie die Jusos oder die Grüne Jugend ständig Vielfalt in jeglicher Art und Ausführung proklamieren, aber gleichzeitig für sich in Anspruch nehmen, darüber entscheiden zu können, wer in den Genuss dieser Rechte kommen darf und wer nicht.

Wie flexibel der Begriff der Meinungsfreiheit bei den Jusos ausgelegt wird, verrät auch ein Blick auf den Facebook-Auftritt der Organisation. Dort wird jeder kritische Kommentar - sei er noch so sachlich - sofort von den Betreibern der Seite gelöscht und der betreffende Nutzer gesperrt. Auch ist interessant, dass sich auf der Jusos-Seite beinahe jeder zweite Beitrag der AfD widmet.

Liebe Jusos Niedersachsen, vielleicht solltet Ihr Euch endlich mal mehr mit Euch selbst beschäftigen, anstatt ständig zu versuchen, Veranstaltungen von AfD und JA zu blockieren. Möglicherweise erkennt Ihr dann auch, dass Ihr mit Eurer Drohung gegen die Gaststätteninhaber eindeutig über das Ziel hinausgeschossen seid.

Ein bisschen mehr Selbstreflektion würde Euch jedenfalls gut zu Gesicht stehen.

Gez.: Der Landesvorstand der Jungen Alternative (JA) Niedersachsen.

Grafische Antwort der JA Nds. auf die Jusos



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